Belüftungsthrombose
Dienstag 22. Dezember 21:16
Ein ehemaliger Mitplaner und Unterstützer von Stuttgart 21 hat durch die Expertenvorträge im Rathaus erkannt, dass es eine Alternative gibt und äußert jetzt seine Bedenken unter „Stadtklima Stuttgart 21“.
Er stellt fest: ...„Die Stuttgarter Stadtklimatologie ist international führend, ihr Rat wird in China, Japan und den USA geschätzt - nur nicht in Stuttgart.“
...„Die Kopplung des Bahnhofneubaus an die Vermarktung der frei werdenden Grundstücke und damit verbunden die Bebauung im LBBW-Stil bis an den Park heran bringen die Stadt meines Erachtens vollends in die Nähe einer Belüftungsthrombose.
Schon jetzt können die Richtlinien der Luftreinhaltung nicht eingehalten werden. Unter dem Eindruck steigender Temperaturen und der für das Stadtklima für jedermann schon jetzt sichtbar schädlichen Bebauung stellt sich die Frage:
Luft wie am Neckartor bald und dauernd für ganz Stuttgart?
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Originalschreiben von Dr. Behmel an die Stadt Stuttgart, Baubürgermeister Hahn u.a.:
Kommentar: die „Jahrhundertchance“ der großen Bauflächen durch Stuttgart 21 könnte sich als schwere Hypothek für kommende Generationen erweisen. Es ist ja nicht nur die Stadtbelüftung durch die Luftströme, sondern der Hitzestau der geplanten Hochbebauung (ab 6 Stockwerken) im Sommer.
Was Herr Drexler dazu verbreiten lässt, dazu ist eine Glossierung hier zu lesen:
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Aus einer Mail aus dem Büro Drexler, gez. Drexler mit Glossierung:
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Thema „Luftverschlechterung“:
Es ist nicht richtig, dass Stuttgart 21 zur Luftverschlechterung führen wird. Im Gegenteil, denn Untersuchungen der Uni Stuttgart haben ergeben, dass durch Stuttgart 21 rund 18 Millionen Personenfahrten pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Dies entspricht rund 350 Millionen Pkw-Kilometer. Das bedeutet eine Ersparnis von rund 70.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
Ja, das hat man schon oft gehört, immer auch von OB Schuster. Aber ob es auch stimmt?
Dazu Häberle und Rudolf Pfleiderer:
„OB Schuster behauptet, als Folge des Baus von Stuttgart 21 würden 18 Mio. Personenfahrten pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagert werden.
Diese Verlagerung findet bei derartigen Projekten nur dann statt, wenn parallel zu den neuen Schienenstrecken die Straßen zurück gebaut werden. Bekanntlich ist das Gegenteil geplant. Unter anderem soll der Rosensteintunnel im Zuge der B10 gebaut werden. Parallel zur Neubaustrecke nach Ulm wird die A8 von vier auf sechs Streifen verbreitert.
Die 18 Mio. verlagerten Personenfahrten stehen in geheimen Gefälligkeitsgutachten, die nicht einmal die Stadt Stuttgart selbst hat. Es gibt auch keinerlei Angaben dazu, auf welchen Straßen der Verkehr weniger werden soll.“
Spielverderber, Spielverderber!
Die bahntechnischen und städtebaulichen Planungen für das Projekt Stuttgart 21 sind mit zahlreichen Umweltuntersuchungen verbunden. Die dabei angewandten Methoden reichen von computergestützten Modellrechnungen und Simulationen über Experimente am maßstäblichen Modell im Windkanal bis zu Messungen, Bohrungen, Kartierungen und Naturbeobachtungen im Plangebiet und seiner Umgebung.
„Die Wissenschaft hat festgestellt, festgestellt, festgestellt, dass Marmelade Fett enthält, Fett enthält.“ Zu diesem Blödellied wird man inspiriert, wenn auch durch Bohrungen gute Luft herauskommt. Nach der Hochbebauung in A1 und A2 werden Naturbeobachtungen bestimmt erschwert, Kartierungen jedoch erleichtert.
Das Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart hat zum Thema „Stadtklima 21“in seiner Schriftenreihe die Originalgutachten der Untersuchungen veröffentlicht.
Was aber sagen die Stadtklimatologen Prof. Dr., Dr. und Dr. im Stuttgarter Amtsblatt vom 4. Oktober 1996, Sonderdruck „Stadtklima 21“? Sie appellieren: „Luftströme nicht behindern!“
Darüber hinaus gibt es ausführliche Informationen zum Thema „Stadtklima 21“
Hier findet man die Vorlage des Drexler-Briefs, z.B. die Bohrungen.
im Internet unter http://www.stadtklima-stuttgart.de.
Die Stuttgarter Stadtklimatologie hat ihr parteiisches Herz an das neue Herz Europas gehängt, aber am alten Bahnhof drapiert:

Damit steht fest: Stuttgart 21 ist ein durch und durch ökologisches Projekt.
Klar doch: 5000 neu gepflanzte Bäume, mehr Park und so weiter.
Wir glauben alles!
Zum Greenwashing von Stuttgart 21 gibt es respektlose Anmerkungen bei „21 gute Gründe für Stuttgart 21“
Nr. 9 bis 12, 15 und 16
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Stadtklima offener Brief