„ 8 Hektar Parkverlust im Zentrum sind gröbste Propaganda.“ (Antworten)
„Sind etwa 8 Hektar (soviel wird für Stuttgart 21 benötigt im Park und Umgebung) klitzeklein wenig?“ (S. Busch)
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Erläuterung S. Busch: die Zahl „etwa 8 Hektar“ stammt aus einer detaillierten Berechnung des Büro Prof. Ostertag für die Fläche „Park und Umgebung“, die für Stuttgart 21 im Zentrum Stuttgarts benötigt wird. Siehe auch Blogeintrag „Kommentargeplänkel“ unter der Kommentarfolge.
Servatius,
10.05.2010
Wer behauptet, der Schlossgarten würde zerstört, der sagt die Unwahrheit
Also erstmal muss man richtig stellen, dass dieser "Wall" von dem immer gesprochen wird z.B. auf Höhe der Ecke Schillerstraße/Willi-Brandt-Straße garnicht exisitert - da wird dieser Wall tiefer sein, als das jetztige Niveau der Straßen!
Ich habe leider keine genauen Zahlen, aber wenn man sich den Schlossgarten (Oberer/Mittlerer/Unterer) einmal auf der Karte ansieht, und dann das im Verhältnis klitzekleine Stücklein ansieht, unter das die Gleise gelegt werden, wird man sofort feststellen, dass das Geschrei von Herrn Stocker und Co. absoluter Blödsinn ist.
Auch ein Vergleich der zukünftigen "Gleishalle" mit z.B. der dunklen Arnulf-Klett-Passage hinkt gewaltig. Erstens wird die Gleishalle ein vielfaches höher sein als die Klett-Passage und zweitens wird sie von oben durch natürliches Licht beleuchtet, was den Eindruck einer unterirdischen Halle zunichte macht. Da sie keine Fenster zur Seite hat (der aktuelle Bahnhof auch nicht), wird ein Reisender relativ wenig davon mitbekommen, dass er sich unter dem Landschaftsniveau befindet (bzw. im Bereich der im Schlossgarten sein wird, wird er ebenerdig die Verteilerebene betreten - sowohl vom "Südeingang" als auch vom Eingang an der U-Bahn-Haltestelle Staatsgallerie.
Siegfried Busch,
10.05.2010
klitzekleines Stücklein
@Servatius, der Eis(schein)heilige
Servatius stellt richtig, andere sagen die Unwahrheit, darunter auch ich.
1. Der Autoverkehr der Durchgangsstraße (B 14) müsse nicht über den Wall fahren. Wie praktisch, das glaube ich gern.
2. Ein „absoluter Blödsinn“ sei die Aufregung über ein „klitzekleines Stücklein“ als Parkopfer für den Tiefbahnhof (vom Mond her betrachtet wird es sogar winzig klein, sogar der ganze Park wäre nur mit einem starken Fernrohr erkennbar.)
Sind etwa 8 Hektar (soviel wird für Stuttgart 21 benötigt wird im Park und Umgebung) klitzeklein wenig?
Es sind immerhin etwa 11 normale Fußballfelder. Die Ausdehnung des Baufelds ist deutlich visualisiert bei
http://www.parkschuetzer.de/wissenswertes/park
3. Die Verteilerebene des Tiefbahnhofs erreicht tatsächlich nur an den höchsten Stellen die Höhe der Klettpassage. Zu sehen bei
http://www.s21.siegfried-busch.de
Antworten,
10.05.2010
Herr Busch
------------Sind etwa 8 Hektar (soviel wird für Stuttgart 21 benötigt wird im Park und Umgebung) klitzeklein wenig?
Es sind immerhin etwa 11 normale Fußballfelder. ---------------
Wie soll den das gehen? Wenn der Bahnhof, wie Sie schreiben, etwa 100 x 400 Meter groß ist, dann sind das 4 Hektar. Davon kommen noch die Flächen ab, die im Moment sowieso Gleisanlage sind.
Weiterhin muss man davon den Busbahnhof und die Cannstatter Strasse abziehen. Auf dem aktuellen "Montagsdemo"-plätzchen wird auch Parkfläche angelegt bzw werden Bäume gepflanzt. Die Anböschung auf der aktuellen Schillerstrasse wird bepflanzt, (sollte man fairerweise auch noch von den, naja vielleicht bestenfalls 3 Hektar abziehen), ebenso wie das Bahnhofsdach. (Hier wird es allerdings nur Rasenflächen geben.)
8 Hektar Parkverlust im Zentrum sind gröbste Propaganda. Ganz abgesehen von den 20 Hektar Parkerweiterung, die noch gar nicht angesprochen wurden
Psychologe,
10.05.2010
Herr Busch
--------Servatius stellt richtig, andere sagen die Unwahrheit, darunter auch ich. --------
war das eine Freud'sche Fehlleistung?
:-D
Siegfried Busch,
11.05.2010
ich sage die Unwahrheit
@Psychologe
...ich sage nur die Unwahrheit, die "Servatius" als solche benannt hat.
Kein S-21-Befürworter, allen voran das "Kommunikationsbüro" Drexler, hat mir bislang Fehler bei meiner Wahrheitssuche zu den "21 guten Gründen" für K21 und S21 angezeigt. Ich brenne darauf, meine Wahr-Nehmungen zu korrigieren!
siegfried-busch.de
Antworten,
12.05.2010
Herr Busch
Wenn Sie so darauf brennen, dann äußern Sie sich doch bitte kurz zu den 8 Hektar Parkvernichtung.
ippolit,
12.05.2010
Herrn Busch seine sachliche Welt
@Busch
Habe mal eine halbe Stunde investiert ihre Seite zu lesen.
Was ich nicht gefunden habe sind zu den Behauptungen Geröllfeld und Parkvernichtung die nachvollziehbaren Pläne oder Detailberechnungen zur Untermauerung.
Ihr Verweis auf die Parkschützerseite zeigen diverse Bilder, vielleicht durch Zufall oder mit Absicht die zumindest mir keinen Überblick verschaffen, schön anzusehen ist die Seite ja schon, aber außer Gerüchte "unser OB hat sich verplappert, die Platanenallee wird fallen"
findet man dort keine "sachlichen" oder objektive Informationen.
Zu Ihrer Seite, sieht schon sehr nach einem Krämerladen aus wild zusammen kopiert, eine Linie vermissend, ist das Absicht damit den Überblick verliert, wohl kaum.
Bitte weniger info dafür fundierter, ja kurz fassen und infos transportieren sind halt schwer.
P.S: Die richtige Zahl ist 3,5 ha. , das Wort Parkvernichtung erklären sie dann in 15 Jahren noch mal, wenn sie sich trauen, zum Glück hat das Internet ein langes Gedächtnis.
Siegfried Busch,
13.05.2010
Ergänzung zum letzten Statement
@Antworten „Wenn Sie so darauf brennen, dann äußern Sie sich doch bitte kurz zu den 8 Hektar Parkvernichtung.“
Kurzantwort: Danke für Ihr Interesse. Ich schrieb „etwa 8 Hektar (soviel wird für Stuttgart 21 benötigt wird im Park und Umgebung)“. Diese Zahl stammt mit detaillierten Angaben aus dem Büro Ostertag und vom BUND. Quellen usw. bei siegfried-busch.de, Sonderseite „Parkvernichtung“, dort findet sich auch etwas zur Problematik der Flächenberechnung.
Antworten,
13.05.2010
Parkvernichtung
-------------Diese Zahl stammt mit detaillierten Angaben aus dem Büro Ostertag und vom BUND. Quellen usw. bei siegfried-busch.de-------------
Herr Busch, ich habe mir die Mühe gemacht, nach detaillierten Ausssagen und Quellen auf Ihrer Website zu suchen.
"durch eine ca. 8 Meter über die natürliche Höhe aufgewölbte, baumlose Mondlandschaft mit riesigen, einfamilienhausgroßen, über 4 Meter hohen Glubschaugen würde ein Fremdkörper entstehen,"
(Alleine schon die unsachliche, für einen Architekten unwürdig wertende Wortwahl! Von der Anböschung, der Dachbegrünung und dem schon am Leitnersteg nicht mehr existierenden "Wall" keine Rede)
oder:
"die sogenannte "Neue City" würde jenseits der Staumauer "unerreichbar" liegen. In der entstehenden Mondlandschaft mit bedrohlichen Kratern würden sich die Menschen wie verirrte Ameisen vorkommen"
"Dem Projekt Stuttgart 21 müßten über 250, meist Jahrhunderte alte Bäume, viele Platanen, verehrt in vielen Kulturen als heiliger Baum, geopfert werden."
(wie wir wissen sind es exakt 13 "alte Bäume")
Sie können nicht erwarten, dass man solche pauschalen, wirklich grob propagandistische Aussagen als Quelle oder gar "Berechnung" ernst nimmt.
Zudem frage ich mich, warum auf dem unteren davor-danach Bild die Schillerstrasse in ihrer der S21 Visualisierung komplett unverändert existiert. Auch das ist grob verfälschend.
Siegfried Busch,
14.05.2010
Leitnersteg
Hallo fakten,
besten Dank für die Mühe, dass Sie auf meiner Website siegfried-busch.de nachgeguckt haben. Sie haben ganz recht, detaillierte Angaben zur Fläche der „Parkvernichtung“ finden sich leider (noch) nicht und die Beschreibungen von Prof. Ostertag sind emotional geprägt. „Baumlose Mondlandschaft“ mit „verirrten Ameisen“ trifft es eben besser als es nüchterne Angaben mit Maß und Zahl vermögen.
Sie schreiben vom „am Leitnersteg nicht mehr existierenden "Wall". Stimmt das wirklich oder nehmen Sie einfach das Ende des rechten Abgangs dafür als Messpunkt? Den linken können Sie nicht meinen und die Blickachse auf dem Höhepunkt des Stegs wohl auch nicht.
"Leitnersteg" ist eben ungenau wie auch die Flächenberechnung der "Parkvernichtung". Ist es lediglich das künftige Bahnhofsdach oder der Park, der im jetzigen Schlossgarten abgeräumt = vernichtet wird? Was ist die künftige "Anböschung" noch als "Park" wert?
Antworten,
15.05.2010
Herr Busch
herzlichen Dank für Ihre sachliche Antwort.
Ich hielte es für besser, Zahlen, die der Diskussionsgrundlage dienen sollen nicht nur zu unbewiesen hinzuwerfen, sondern auch zu belegen. Speziell wenn man sich auf der Seite der "Guten" und "Ehrlichen" wähnt und andere als Lügenpack beschimpft.
Dann wäre da der Begriff "Parkvernichtung". Ist damit kompletter Verlust gemeint, oder ein temporärer Verlust durch das Baufeld, das natürlich größer ist als de Bahnhofstrog. Unter "Vernichtung" verstehe ich immer noch einen andauernden Eingriff.
Was den Wert der Anböschung Richtung Süden betrifft, würde ich im schlechtesten Fall eine uninspirierte Rasenfläche mit Blumenbeeten, im besten Fall DEN zukünftigen baumbestandenen Sommersonnenplatz der Stadt annehmen. Mitten auf der jetzigen 6-spurigen Schillerstrasse.
Für diesen Fall sollte man sich meiner Meinung nach einsetzen.
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Aus dem Blog:
Kommentargeplänkel
Mittwoch 12. Mai 23:30
„8 Hektar Parkverlust im Zentrum sind gröbste Propaganda.“
Kommentargeplänkel über ein umstrittenes Thema hier
Das Problem ist, welche Fläche des Schlossgartens angenommen wird
nur das Dach des fertigen Tiefbahnhofs
die Baugrube
die Baugrube samt Logistikflächen
derjenige Parkanteil, der abgeholzt wird
Das fertige Dach samt „Annivellierung“
Im Augenblick sind die „Parkschützer“ dabei, die S-21-Fläche genau zu rechnen, dazu gehört auch der Teil am Katharinenstift (Oberer Schlossgarten, Düker), Stadtbahnbau im Park u.a.
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siehe auch „Mehr Grün“
Votum Prof. Roland Ostertag:
- die Parkanlagen des Mittleren Schlossgartens zwischen Hauptbahnhof und Willy-Brandt-Strasse parallel zur Schillerstrasse, mitten durch den früheren Lustgarten würden, bedingt durch die Tiefer- und Querlegung des Bahnhofs, an ihrer empfindlichsten Stelle quer zum Tal aufgeschlitzt werden.
- durch eine ca. 8 Meter über die natürliche Höhe aufgewölbte, baumlose Mondlandschaft mit riesigen, einfamilienhausgroßen, über 4 Meter hohen Glubschaugen würde ein Fremdkörper entstehen, nur damit die selbst geschaffene Unterwelt noch etwas Licht bekommt.
- damit würde die Durchgängig- und Durchlässigkeit, der natürliche und historische Zusammenhang zwischen dem Stuttgarter Talkessel und dem Neckartal die gedanklichen, kulturellen, räumlichen, topographischen Bedeutungen und Beziehungen radikal unterbrochen werden, die gartentypologische Abfolge vollends aufgelöst werden.
- Die Leidtragenden der „Großen Wühlung“ mit dem Namen Stuttgart 21 sind die Menschen, denen es ziemlich egal ist, ob sie ein paar Minuten früher in Ulm sind. Denn die natürlichen Beziehungen, die visuellen Beziehungen würden ebenso radikal unterbrochen werden. Die Aufwölbung würde wie ein Wall, eine Staumauer quer zum Tal in Erscheinung treten. Die Menschen, die Stuttgarter, Augenhöhe ca. 1,5 Meter, würden die Schlossanlagen, ihre Stadt zweigeteilt erleben. Es würde sich ein Davor und Dahinter ergeben, die sogenannte "Neue City" würde jenseits der Staumauer "unerreichbar" liegen. In der entstehenden Mondlandschaft mit bedrohlichen Kratern würden sich die Menschen wie verirrte Ameisen vorkommen.
- Es würden die natürlichen Lebensadern der Stadt durch den massiven Eingriff in die Ökologie, die Natur und Ressourcen des Talkessels, die Grundwasserströme, die Mineralquellen - die zweitgrößten Europas - gefährdet und zum Versiegen gebracht werden, die nicht nur klimatisch wichtigen Luftströme, der für die Stadt wichtige Luftaustausch beeinträchtigt werden, der verdolte Nesenbach, einer der Ausgangselemente Stuttgarts, weiter misshandelt werden.
- Auf der ungefähr 100 Meter breiten Wölbungsschneise durch den Schlossgarten können wegen der zu geringen Erdüberdeckung der Betonkonstruktion des Tiefbahnhofs keine Bäume wachsen. Dem Projekt Stuttgart 21 müßten über 250, meist Jahrhunderte alte Bäume, viele Platanen, verehrt in vielen Kulturen als heiliger Baum, geopfert werden.
heute
mit Stuttgart 21==================================
Genau Angaben zu den Bäumen auf dem Baugelände im Schlossgarten:
Heinz Häberle,
15.05.2010
Das stimmt so nicht
@fakten
Hallo Fakten, Sie machen sich selbst unglaubwürdig wenn Sie die Story von 13 Bäumen im Schlossgarten weiter verbreiten, bitte schauen Sie auf Seite 325 ff des PFA 1.1, dort ist folgendes beschrieben:
Durch die Baumaßnahmen und die Anlage des neuen Bahnhofs müssen im Mittleren Schlossgarten insgesamt ca. 230 Bäume mit einem Stammumfang größer als 80 cm beseitigt werden. Die zu
fällenden Bäume mit einem Stammumfang größer als 80 cm sind dabei einzeln im Anhang in den jeweiligen Biotopbeschreibungsblättern aufgeführt. Zusätzlich werden Bäume gefällt, deren Stammumfang weniger als 80 cm beträgt. Diese werden nicht einzeln aufgeführt, sondern im Rahmen der Biotoptypengruppe Hecke bzw. Feldgehölz erfasst und dort entsprechend in der Ein-griffbilanzierung berücksichtigt. Die Unterscheidung größer/kleiner 80 cm Stammumfang ergibt sich aus der Baumschutzverordnung der Landeshauptstadt Stuttgart. Nach dieser werden alle Bäume mit mindestens 80 cm Stammumfang innerhalb des Innenstadtbezirks der Landeshauptstadt Stuttgart unter Schutz gestellt.
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Bezüglich der Bäume mit einem Stammumfang größer als 80 cm wiegt dabei der Verlust von 7 Platanen, 2 Rotbuchen, einer Robinie, einer Rot-Eiche einem Zuckerahorn mit Stammumfängen von 300 bis 450 cm sowie einer Platane mit einem Stammumfang von 520 cm im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofs besonders schwer.
Bitte bleiben Sie bei der Wahrheit!!
Viele Grüße
Ihr Heinz Häberle